Unser Geschichte

Die Lehranstalt wurde am 11. Jänner 1758 von Kaiserin Maria Theresia als “k.k. Commerzialzeichnungsakademie” gegründet. Schon damals war der unmittelbare Anlass zur Gründung der Mangel an Fachkräften: die Textilindustrie benötigte dringend gut ausgebildete Techniker in den Betrieben. Die Anfänge des Schulbetriebes waren sehr bescheiden: Die neue Schule begann mit sechs Schülern im dürftig ausgestatteten Raum eines Palais in der Wiener Innenstadt. 1785 waren es bereits 108 Schüler und mit der zunehmenden Industrialisierung Österreichs wuchs auch die Bedeutung der Schule. Im darauffolgenden Jahrhundert war sie mit dem Polytechnikum verbunden und als aus diesem die Technische Hochschule entstand, erlangte sie wieder ihre Selbständigkeit. Das Wachstum der österreichischen Textilindustrie im 19. Jahrhundert machte einen weiteren Ausbau der Schule notwendig. Seit 1881 führte sie den Namen Lehranstalt für Textilindustrie.

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Unser Leitbild

Präambel
Unsere Ziele sind sowohl die Identifikation aller Schulpartner mit den gemeinsam erarbeiteten Vorstellungen als auch das Bestreben, das Schulleben nach diesen Grundsätzen zu gestalten.
 
Wer sind wir
Die Spengergasse ist eine berufsbildende, höhere technische Schule mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.
Wir bauen auf einer langen Tradition im berufsbildenden Schulwesen auf, arbeiten intensiv mit der Wirtschaft zusammen und verpflichten uns zu innovativem Denken, zeitgemäßer Teamarbeit und projektorientierten Unterrichtsmethoden.
Als Schule, die auf das Leben vorbereitet, haben wir als oberstes Anliegen die fachlich fundierte und sozial kompetente Aus- und Weiterbildung unserer Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden.
 
Wie wollen wir miteinander umgehen
Die Spengergasse steht für eine offene Gesprächskultur. Wir gehen respektvoll miteinander um und übernehmen Verantwortung für die Schulgemeinschaft.
Klare und transparente Strukturen sowie Kommunikation erleichtern die Zusammenarbeit.
Die Zufriedenheit aller Personen an der Spengergasse ist uns wichtig.
 
Ziel
Die technisch-wirtschaftliche, ökologische und künstlerische Ausbildung wird mit fundierter Allgemeinbildung kombiniert. Der Zusammenarbeit mit unseren Wirtschaftspartnern wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Praxisbezogenheit, Berufsorientiertheit und Teamfähigkeit sind wesentliche Lehrziele.
Wir wollen unsere Schülerinnen, Schüler und Studierenden auf weiterführende Ausbildungen und lebenslanges Lernen sowie auf die Bewältigung beruflicher und gesellschaftspolitischer Anforderungen vorbereiten.
Umfassende Persönlichkeitsentwicklung, Persönlichkeitsbildung und Gesundheitsförderung sind uns ein zentrales Anliegen.
 
Wie wollen wir arbeiten
Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in ihren Tätigkeiten gefördert.
Weiterbildung ist uns allen wichtig. Die Arbeitsweise wird den Bedürfnissen flexibel angepasst und durch Zielsetzungen sowie strategische Entscheidungen getragen.
Weltoffenheit, interkulturelles Verständnis sowie Bereitschaft zu Mobilität werden geweckt und gefördert.

Wie wir Bildung sehen

Im englischsprachigen Raum hat man sich den Begriff „Bildung“ ausgeborgt, um auszudrücken, dass neben der „education“, der Ausbildung, ein wesentlich umfassenderes, ganzheitliches Konzept im Umgang mit Menschen umgesetzt werden soll.


Es ist nicht nur Aufgabe einer Schule, Fachkräfte zu generieren, die dringend gebraucht werden. Vielmehr ist es Auftrag einer modernen Bildungseinrichtung, den Menschen als Ganzes wahrzunehmen, zu fördern und in seiner Entwicklung zu unterstützen.
Dazu zählt einerseits der musisch-künstlerische Aspekt, das Gestalten oder Darstellen. Darüber hinaus soll der Geist eines Menschen in der Entwicklung durch die Beschäftigung mit Denkansätzen, spirituellen Herangehensweisen und Grundsatzfragen des Seins gebildet werden.


Um rundum gebildet zu sein, darf auch der Körper lernender Menschen nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Gerade jetzt, in der Pandemie, ist die Bewegung eingeschränkt, was nachweislich zu seelischem Unwohlsein und Leistungsveränderung beiträgt. Hier bietet die Schule Ausgleich: sportliche Betätigung unter fachkundiger Anleitung.


Ein gebildeter Mensch besitzt fachliche Expertise, kann sich selbst reflektiert zu anderen in Beziehung setzen, ist teils kritischer, aber auch offener. Motiviertheit und Lernfreude, bewusstes Leben – zu all dem wird der Grundstein in den ersten Lebensjahren gelegt. Bildungseinrichtungen sind danach unterstützend als Coaches da. Sie bieten so viel mehr als die Kulturtechniken unserer Zeit zu vermitteln.


Daher sieht sich unser Haus verpflichtet seinen Lernenden im vorgegebenen Rahmen ganzheitlichen Unterricht für ein nachhaltig gelingendes Leben anzubieten. Technik, Kunst und Kultur, Philosophie im weiteren Sinn sowie körperliche Grundbildung.
„Du bist, was du isst.“ Aber auch, was du lernst, liest, digital konsumierst, überdenkst und deinem Körper zumutest.