Betriebsinformatik ab 14

Die Ausbildung in der Abteilung Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt „Betriebsinformatik“ baut neben den allgemeinbildenden Fächern auf 3 weiteren Säulen auf:

Informatik: Netzwerktechnik, Programmieren, Datenbanktechnik
Management: Unternehmensorganisation, Projektmanagement, Wirtschaftsrecht und Logistik
Technik: Maschinentechnik, Elektronik, Automatisierungstechnik

Der Fokus bei der Betriebsinformatik liegt vor allem auf den betrieblichen Prozessen in Unternehmen. Die Ausbildung bereitet darauf vor, die Datenverarbeitung eines Betriebes zu managen. Computer erleichtern viele Aufgaben bei großen und kleinen Unternehmen und sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken – es ist daher wichtig, dass du solche Systeme verstehst und programmieren kannst. Beispiele für solche „Systeme“ sind: Fertigungsanlagen, Produktionsmaschinen, ERP-Systeme, usw.

In der Ausbildung gibt es sehr viel Praxisbezug, den du für das spätere Berufsleben brauchst. Es ist daher sehr wichtig, dass neben der Theorie auch die praktischen Fähigkeiten erlernt werden.

Um Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen, gibt es ab dem 3. Jahrgang den Gegenstand „Smart Production Lab“, in dem Projekte fächerübergreifend zu Schwerpunktthemen (beispielsweise Industrie 4.0, Internet of Things – IoT) umgesetzt werden.

Werkstätte und Labor

Die vielfältige Ausbildung bietet Vertiefungen wie beispielsweise: Robotik, Integrated Engineering, Smart Manufacturing, Logistics Simulations, Intelligent Control, ERP-Development.

Hololens

Im Abschlussjahrgang (5. Klasse) wird von den Schülerinnen und Schülern eine Diplomarbeit mit einem externen Partner geschrieben, bei dem das erlernte Fachwissen und professionelles Projektmanagement umgesetzt wird.

Diplomarbeiten

Interviews mit Schülerinnen und Schülern

Schüler*innen beantworten Fragen

Was ist eine Wirtschaftsingenieurin/ein Wirtschaftsingenieur?

Eine Wirtschaftsingenieurin/ein Wirtschaftsingenieur ist jemand, der sich im wirtschaftlichen und gleichzeitig auch im technischen Bereich auskennt, daher in Unternehmen gefragt ist und eine Führungsposition übernehmen kann.

Gibt es für die ersten Klassen eine Einführung in die Abteilung bzw. Unterrichtsfächer?

Ja, die Lehrerinnen und Lehrer bzw. sogar der Abteilungsvorstand machen in den ersten Wochen eine Einführung für die ersten Jahrgänge. Der Klassenvorstand bzw. die Klassenvorständin besprechen außerdem wöchentlich die Probleme und Anliegen der Klasse in der sog. SOPK-Stunde.

Wie hoch ist die Stundenanzahl pro Woche?

Die Stundenanzahl pro Woche beträgt je nach Jahrgang zwischen 35 bis 40 Stunden pro Woche. In manchen Wochen werden es mehr Stunden sein, weil die Lernzeit für Schularbeiten und Tests zu Hause dazu kommt.

Veranstaltet die Schule viele Workshops, Veranstaltungen und Lehrausgänge?

Ja, die Schule organisiert in diesem Bereich sehr viel. Beispielsweise gibt es jedes Jahr einen „Firmeninformationstag“, bei dem sich potentielle Arbeitgeber präsentieren. Neben solchen Großevents gibt es immer wieder Fachvorträge zu aktuellen Themen.
Zusätzlich finden diverse Lehrausgänge zur VÖEST, EVN, etc. statt, damit der durchgenommene Unterrichtsstoff besser verstanden wird und ein Bezug zur beruflichen Praxis hergestellt werden kann.
Außerdem gibt es meistens zu Beginn bzw. Ende des Schuljahres diverse Ausflüge (Wandertage, gemeinsames Camping, Besuch eines Hochseilgartens etc.), um die Klassengemeinschaft und den Zusammenhalt zu stärken.
Im sportlichen und sprachlichen Bereich veranstaltet die Schule zwei Sportwochen (Sommersportwoche, Wintersportwoche) und eine Sprachwoche.

Muss man ein außerschulisches Praktikum machen?

Ja, man muss vor dem Eintritt in den 5. Jahrgang insgesamt 2 Monate Ferialpraxis haben.

Wie sind die Chancen einen Job nach dieser Ausbildung zu finden?

Sehr gut! Man schließt mit einer vollständigen Ausbildung ab und kann anschließend direkt arbeiten gehen oder studieren. Einige unserer Absolventinnen und Absolventen studieren berufsbegleitend neben der Arbeit. Generell genießt die Schule einen guten Ruf am Arbeitsmarkt – die Marke „Spengergasse“ ist bei vielen Arbeitgebern bekannt.

Muss man außerhalb des Unterrichts (zu Hause) viel arbeiten?

Das hängt stark davon ab, wie viel man im Unterricht aufpasst und wie diszipliniert an den Aufgaben gearbeitet wird, hier sind die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich.
Der Zeitaufwand für eine HTL-Ausbildung sollte allerdings nicht unterschätzt werden, neben den fachlichen Inhalten lernt man vor allen Selbstdisziplin, Zeitmanagement, Organisation und weitere wichtige Eigenschaften für Studium und die Berufswelt.

Wird im „normalen“ Unterricht auch Englisch gesprochen?

Ja! Eine gewisse Anzahl an Stunden wird in den Fächern Englisch gesprochen (außerhalb vom Englischunterricht). Ab der dritten Klasse wird Englisch in technischen Gegenständen gesprochen und zusätzlich gibt es im wirtschaftlichen Bereich eine Vertiefung in Business English.

Was lernt man bei den Wirtschaftsingenieuren?

Als Wirtschaftsingenieur(in) hat man einen breiten Überblick über die unterschiedlichsten Bereiche aus Technik (Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Informatik, etc.) und Wirtschaft. Man hat damit eine wichtige Kombination an Fähigkeiten und Wissen, um als Schnittstelle („Bindeglied“) zwischen Technikern (z.B. Informatiker(in), Maschinenbauer(in), Elektrotechniker(in), etc.) und Wirtschaftlern bzw. Managerinnen7Managern in einem Unternehmen zu fungieren.
Mit dieser soliden Grundausbildung hat man einen Überblick über die verschiedensten Themenbereiche und kann sich in jede technische Richtung spezialisieren.

Schüler*innen beantworten Fragen: Was hat mich dazu gebracht diese Schule zu wählen?

Ich bin von einer Schule am Land gekommen und war von der Spengergasse mit ihrer topmodernen Ausstattung und dem netten Lehrpersonal schwer beindruckt. Ich wusste bei der Anmeldung nicht so genau, was ich später machen will und die Ausbildung ist für jemanden wie mich, der sich noch nicht ganz sicher ist, sehr offen und gut.

Schüler*innen beantworten Fragen: Was hat mich dazu bewegt diese Schule und Abteilung (WI) zu wählen?

Mich hat die Mischung aus theoretischer, praktischer, technischer und wirtschaftlicher Ausbildung fasziniert. Ein großer Vorteil der WI-Abteilung ist der abwechslungsreiche Unterricht. Hier hat man die Möglichkeit das im Theorieunterricht gelernte, im praktischen Unterricht anzuwenden. Es gibt dafür wöchentliche Labor- und Werkstättenstunden.

Schüler*innen beantworten Fragen: Wie ist meine Erfahrung mit den Lehrern?

Generell eine Gute. Die meisten Lehrer sorgen dafür, dass der Stoff, den sie unterrichten auch bei den Schülern ankommt. Die Schüler können auch die Lehrer fragen, sollten sie die Sachen nicht verstanden haben.
Die Lehrer sind prinzipiell bemüht, auf die Schüler einzugehen. Die Lehrkräfte können viel Berufserfahrungen in den Gegenständen, die sie unterrichten, vorweisen, was dem Unterricht einen guten „Praxis-Touch“ verleiht.

Schüler*innen beantworten Fragen: Ist die Schule schwer?

Ja und nein gleichzeitig: Es gibt sehr wohl Zeitperioden, in denen man sehr stark ausgelastet ist, wie zum Beispiel in der Test- und Schularbeitsphase, in der die eine oder andere schlaflose Nacht nicht unüblich ist, allerdings ist das nicht der Dauerzustand.

Schüler*innen beantworten Fragen: Gibt es ein Schulbuffet und wie gut ist das Essen?

Ja es gibt ein Schulbuffet und das Essen ist abwechslungsreich und gut. In der Umgebung der Schule gibt es allerdings auch viele Supermärkte und Imbissmöglichkeiten (Schnitzelsemmel, Pizza, Döner, …).

Schüler*innen beantworten Fragen: Warum habe ich Betriebsinformatik und nicht Informatik gewählt?

Weil ich nicht der reine Informatiker bin und eine gute Mischung aus Informatik, Werkstatt und Wirtschaft wollte. Weiters ist die Kombination aus Informatik, Technik und Wirtschaft hier durchwegs ausgewogen gestaltet und bietet die Vorteile aller Welten.

Schüler*innen beantworten Fragen: Wie sieht es mit Tests und Schularbeiten aus?

Es gibt Schularbeiten in den Hauptgegenständen und Tests sowie Überprüfungen in den anderen Gegenständen. Das fördert das Zeitmanagement und die Selbstständigkeit einen eigenen Terminplan zu entwickeln und ihn auch umzusetzen.

Sitze ich im während der Ausbildung nur am PC?

Nein! Der eigene PC/Laptop ist zwar ein sehr wichtiger Teil der Ausbildung (Programmieren, Konstruktion, Simulation, …) und wird auch im praktischen Unterricht eingesetzt, allerdings achten die Lehrenden hier auf ein ausgewogenes Maß.

Welche Programmiersprachen lerne ich?

Während der gesamten Ausbildung gibt es wöchentlich Programmierstunden und diverse Projekte. In der 1. Klasse werden die Grundlagen mit C# und dem .NET Ökosystem erarbeitet. Ab der 2. Klasse kommt verstärkt Webentwicklung hinzu und hier liegt der Fokus v.a. auf C# (ASP.NET, Razor, Blazor) sowie JavaScript/TypeScript/Angular.
Der Schwerpunkt in den höheren Jahrgängen liegt dann vor allem auf dem Softwaredesign und Projektmanagement.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebsinformatik und Informatik?

Die „normale“ Informatik bei uns in der Schule konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung von Anwendungen (Programmcode, Datenbanken, …). Die Betriebsinformatik legt den Schwerpunkt mehr auf die betrieblichen Einsatzbereiche und gibt beispielsweise einen guten Überblick über:
• Datenerfassung: Sensoren verwenden und die Elektronik dahinter verstehen, Messwerte in Datenbanken einspielen
• Datenverarbeitung: Rohdaten auslesen und weiterverarbeiten, Kennzahlen, Statistiken, Reports etc. generieren
• Datendarstellung: Visualisieren/Ausgabe der Informationen, Oberflächen/Webanwendungen entwickeln, …
• Datenaustausch: Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen (ERP-System und Maschinen), Aufbau von Netzwerken und deren Absicherung, Steuerung von Maschinen, …

Diese Inhalte und noch viel mehr werden anhand praxisnaher kleiner Projekt gelehrt.